Lernleben-Gesundheitsblog

Nur ein kundiger Konsument, ist ein mündiger Konsument.

In meiner Reihe Kosmetik & Naturkosmetik möchte ich dir einen Einblick in die Geheimnisse der Kosmetikerzeugung geben. Die Unterschiede bei den Rohstoffen und Qualitäten. Jahrelang haben wir als Konsumenten Produkte einfach verwendet ohne wirklich darüber nachzudenken, auch weil wir es nicht besser wussten. Wir vertrauten den Werbebotschaften der großen Hersteller mit ihren meist berühmten und schönen Werbeträgern. Immer mehr Untersuchungsergebnisse und Skandale in den letzten Jahren führten dazu, dass wir an der Unbedenklichkeit oder auch Wirksamkeit der Inhaltsstoffe begonnen haben zu zweifeln – teilweise zurecht. Sei es zum Tierwohl oder zum Wohl der eigenen Gesundheit. Ein Trend zu Verwendung von Rohstoffen natürlichen Ursprungs nimmt zu.

Ich möchte dir mein Wissen aus jahrelanger Ausbildung und Praxis hier weitergeben und lade dich ein, meine Kurse zu besuchen und einfach zu lernen, wie du dir auch deine Kosmetika selber herstellen kannst. Infos dazu findest du am Ende des Beitrages.

In diesem Blog erfährst du mehr über Konventionelle Kosmetika, Natur- und Biokosmetik, damit du auch schon beim nächsten Kauf schnell und einfach darauf achten kannst.

 

Die Einteilung der Kosmetika

Die Produkte lassen sich grob einteilen in Konventionelle Kosmetika, Naturkosmetik und Biokosmetik. Letztere beiden fristeten lange ein Schattendasein. Durch die Ökologisierung unseres Bewusstseins hat sich auch das Informations- und Kaufverhalten von uns Konsumenten geändert. Mittlerweile spielen auch die großen Hersteller am Natur- und Biokosmetikmarkt eine Rolle. Nischenproduzenten werden verdrängt oder aufgekauft. Auch eine Entwicklung, die man kritisch sehen kann.

Was die Richtlininen für Inhaltsstoffe für Kosmetika in unseren Breiten betrifft, so hat hier Österreich – wie schon bei Lebensmitteln – mitunter die strengsten Vorgaben in Punkto Sicherheit. Wobei Sicherheit hier nicht mit Wirksamkeit verwechselt werden darf.

 

Konventionelle Kosmetik

Konventionelle Kosmetika bedienen sich der Verwendung von Silikonen, Weichmachern und synthetischen Konservierungsstoffen. Rohstoffe aus Erdöl werden für die Erzeugung verwendet und verschaffen dem Produkt eine „Fettgebende“ Komponente. Im Allgemeinen kann man deren Verwendung nicht als negativ beurteilen, doch immer mehr Konsumenten wollen Produkte frei von synthetischen oder tierischen Stoffen verwenden. Hier wechseln deshalb viele zu Produkten der Naturkosmetik.

Produkte auf Mineralölbasis können auch nicht in die Haut einziehen – aber wer möchte schon Erdöl in seinem Körper. Hier gilt es aber zu bedenken, dass die Haut darunter nicht atmen kann und ihrer Arbeit als größtes Ausscheidungsorgan nicht ordentlich erfüllen kann.

 

Naturkosmetik

Naturkosmetik ist Kosmetik erzeugt aus reinen natürlichen Rohstoffen und Materialien. Selbst die Konservierungsstoffe werden aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. Hier gelten auch strengste Richtlinien bevor ein Stoff überhaupt verwendet werden darf (BDIH – Bund deutsche Industrie- und Handelsunternehmen). Diese Regulierung dient zum Schutz der Verbraucher, sodass sie sicher sein können, dass dieser wirklich Naturkosmetik kauft.

 

Es gibt Gesetzeslücken in der Kennzeichnung

Der Gesetzgeber aber kennt noch keine fest Definition für Naturkosmetik – so können Produkte auch noch als Naturkosmetik benannt werden, wenn nicht alle Stoffe BDIH konform sind. Hier gibt es noch Lücken in der Kennzeichnung. Ebenso gibt es (noch) keine rechtlichen Beschränkungen bei der Namensgebung „AllNatural“ oder „die Natürliche“ – hier entsteht beim Konsumenten Verwirrung.

Mein Tip: Achte daher auf Gütesiegel, auf die man sich verlassen kann – Natrue https://www.natrue.org/de/ oder BDIH-konform. https://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/

 

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fotocredits: ©Mariana – stock.adobe.com

Biokosmetik

So nennt man die erweiterte Naturkosmetik. Hier dürfen ausschließlich Rohstoffe, welche nachgewiesen biologisch angebaut wurden (kBA, Bio, biologischer Landbau) verwendet werden. Hier kann man zwei Gruppen unterscheiden. Jene welche diese Stoffe verwendet ohne Angabe eines Gütesiegels und somit ohne BIO Zertifizierung, und jener welche eine BIO Zertifizierung erworben haben, und sich jährlich rezertifizieren lassen. Der Grund liegt einfach meist darin, dass diese Zertifizierung sehr kostenintensiv sind und gerade kleinere Firmen und Manufakturen hier oft preislich nicht mithalten können.

Mein Tip: Informiere dich auch bei den Herstellern über die Bezugsquellen und triff erst dann deine Kaufentscheidung

In meinen Vorträgen, Workshops und Kursen gebe ich gerne mein Wissen in Theorie und Praxis weiter. Informiere dich unverbindlich auch über die Möglichkeiten der Ausbildung zum gewerblichen Kosmetikerzeuger.

Deine Melanie Schatz

fotocredits: ©yuriyzhuravov – stock.adobe.com

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