Lernleben-Gesundheitsblog

Kinesiologie wird aus zwei griechischen Wörtern zusammengesetzt und bedeutet übersetzt „die Lehre der Bewegung“. Die Angewandte Kinesiologie (AK) widmet sich in erster Linie der Gesundheitspflege, Prävention und der Optimierung von Lernfähigkeit und Arbeitsprozessen. Die Therapie entstand in den 1960er Jahren und hat zum Ziel Blockaden der Lebensenergie, die durch unsere Körper fließt, zu lösen und unsere Gesundheit nachhaltig zu unterstützen. Denn ist der Fluss gestört, macht sich das in verschiedenen körperlichen wie psychischen Beschwerden bemerkbar. Hier genau setzt die Kinesiologie an, denn sie kombiniert Elemente aus der fernöstlichen Medizin mit modernen, westlichen Behandlungsmethoden.

Die Angewandte Kinesiologie gehört zur manuellen und Regulationsmedizin und wird in allen medizinischen Bereichen angewandt, besonders der Orthopädie, Physiotherapie, Allgemeinmedizin, Zahnmedizin und auch der Psychotherapie. Die Stärken der Kinesiologie sind ihr ganzheitlicher Ansatz und das Aufdecken von Ursachen für Probleme. Wenn du immer wiederkehrende Beschwerden hast, kann der/die TherapeutIn sich ganz strategisch auf die Suche nach den Auslösern machen. Denn oftmals weist das Symptom nicht direkt auf die Ursache hin. Mit der Kinesiologie lassen sich die komplexen Wechselbeziehungen, die im Körper stattfinden, aufspüren. Hierbei schaut der/die KinesiologIn auf strukturelle Bereiche deines Körpers wie Muskeln und Gelenke, ebenso wie auf die biochemischen (z.B. dein Stoffwechsel, Allergien oder Umwelteinflüsse) und die psychischen Bereiche (wie Stress oder Traumata).

 

Finde eine neue Balance

Um sich den Fluss unserer Lebensenergie genauer anschauen zu können, ziehen KinesiologInnen auch das Energiemodel der chinesischen Akupunktur hinzu. Dieses Modell zeigt die Interaktion zwischen den Energiebahnen (Meridianen) und bestimmten Organen sowie Muskeln in unserem Körper. Erkennt der/die TherapeutIn ein Ungleichgewicht oder eine Störung, so kann diese wieder ausbalanciert werden. Um das Problem von außen erkennen zu können, wird der Muskeltest, ein wichtiges Werkzeug der Kinesiologie, angewandt.

 

Hör auf deinen Körper – der Muskeltest

Der Muskeltest wird in der Kinesiologie benutzt, um eine direkte Kommunikation mit dem Körper herzustellen. Die Kinesiologie geht davon aus, dass ein jeder Organismus weiß, was genau ihm fehlt oder ihn stört – ebenso was ihm guttut oder hilft. Herausgefunden wird dies mit direkten Fragen an den Körper. Das kann folgendermaßen ausschauen: es wird gezielt gefragt, ob z.B. in einem speziellen Nahrungsmittel das Problem begründet liegt und z.B. ein bestimmtes Heilkraut, eine Blütenessenz oder ein homöopathisches Mittel hilfreich für den Betroffenen ist.

Die Idee dahinter ist folgende: unsere Muskeln werden durch das Nervensystem gesteuert. Also können die Reaktionen der Muskeln auch etwas über unseren Körper verraten. Denn das Nervensystem wird beeinflusst von Reizen aus dem Inneren und Äußeren des Organismus. Durch Testen der Muskeln können KinesiologInnen sehen, ob bestimmte Muskeln normal funktionieren oder ob eine Störung vorliegt, die auf ein Problem in einem bestimmten Bereich im Körper hinweist. Mit Probetherapien wird dann durch das Trial-and-Error-Prinzip herausgefunden, wodurch sich die Muskeln wieder normalisieren. Die Ergebnisse gelten als Grundlage für die anschließende Therapie.

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Wie kann die Kinesiologie Zusammenhänge sehen?

Leidest du etwa unter Rückenschmerzen? So könnte der mögliche Auslöser beispielsweise eine alte Operationsnarbe genauso sein wie Traumata aus deiner Vergangenheit. Oder die Schmerzen sind ein Hinweis auf eine mögliche Störung in deinem Magen-Darm-Trakt. Ausschließlich Rückenübungen würden keine Abhilfe schaffen. Hier kann die Kinesiologie ganzheitlich hinschauen und die wahren Ursachen erforschen.

Patienten die dauerhaft über Kopfschmerzen klagen und mit schulmedizinischen Ansätzen langfristig keine Linderung erfahren, könnten dank der Kinesiologie auf Histaminunverträglichkeit untersucht werden. Vielleicht liegt die Ursache auch an Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion der Kiefergelenke? Auch psychische Zusammenhänge sind möglich. Diese komplexen Wechselbeziehungen versteht die Kinesiologie zu untersuchen und damit die Gründe für deine Symptome aufzudecken.

Es gibt eine ganz Reihe von kinesiologischen Methoden – jede hat ihre eigene Philosophie und dementsprechende Einsatzgebiete. So gibt es etwa die Edu-Kinesiologie, welche die Koordinations- und Lernprobleme durch Bewegungsübungen zu lösen sucht. Oder die Augen-Kinesiologie, die sich auf die Verbesserung der Augengesundheit und Sehkraft konzentriert.

„Touch for Health“ – diese Methode setzt bei den Muskeln an und kann durch Korrekturen Blockaden auflösen. Die Therapeutische Kinesiologie widmet sich der Stimulation von Reflexpunkten, was dazu dient, den Energiefluss wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Resultate sind ein gestärktes Immunsystem und eine optimierte Stressverarbeitung.

Die Kinesiologie bietet also vielfache ganzheitliche Therapiemethoden, und für fast jedes Problem kannst du mithilfe der KinesiologInnen auf Ursachenforschung gehen.

Auf lernleben.at findest du KinesiologInnen in deiner Nähe – hier kommt du zur Übersicht.

Deine lernleben-Redaktion

fotocredits: Alistair Cotton Photography, stock.adobe.com

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