Lernleben-Gesundheitsblog

Personal Trainer zu sein und so gleichzeitig als Influencer auf Instagram mit Bildern von großartigen Körpern sein Geld zu verdienen – diesen Traum haben viele! Dass jeder von ihnen ein guter Trainer ist, ist allerdings eine Illusion. Was einen qualifizierten Personal Trainer wirklich ausmacht und wieso Personal Training effektiver ist als sich ohne Trainer sportlich zu betätigen, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Die schlimmsten Fehler beim Fitnesstraining

…gibt es nicht! Denn jeder Mensch ist anders. Dass es „das ultimative Training“, das für jede:n besonders effektiv ist, gibt, ist ein Irrglaube. Hinzu kommt, dass jede:r unterschiedliche individuelle Ziele beim Fitnesstraining verfolgt. Während die einen beispielsweise mehr Muskeln in den Beinen zum Ski fahren aufbauen wollen, setzt ein Marathonläufer eher auf Ausdauertraining. Neben dem Mythos der „typischen Fehler“ beim Fitnesstraining kann man eine Liste mit den wichtigsten „Erfolgsfaktoren“ für den Breitensportler ebenso wenig erstellen.

Ein Personal Trainer geht bei der Entwicklung eines individuellen Trainingsplans gezielt auf den/die Sportler:in ein. Dabei spielen die persönlichen Ziele, Leistungsfähigkeit, Zeit sowie Bereitschaft zum Trainieren eine zentrale Rolle.

 

Stretching: Mehr als ein Teil von Fitnesstraining

Auch wenn es im Allgemeinen nicht das eine beste Fitnesstraining gibt, kann man beim Stretching einiges richtig und falsch machen.

Ein großer und weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Streching Teil des Warm-ups oder Cool-Downs ist, weit verbreitet. Pustekuchen! Denn Beweglichkeitstraining ist eine eigene Kategorie. Hat man beispielsweise das Ziel, beweglicher zu werden, sollte man nach aktuellem wissenschaftlichem Stand eine Muskelgruppe sechs Mal pro Woche eine Stunde lang dehnen.  Zum Vergleich: möchte man Muskelmasse aufbauen, betreibt man genauso oft und lang Krafttraining. Doch der Stellenwert von diesen beiden Trainingsformen ist nicht derselbe.

Ebenso gibt es die eine „richtige“ Form des Dehnens nicht. Die Varianten ob man sich vor, während, nach oder unabhängig vom Training stretchen soll, sind zahlreich. Generell sollte die Art des Stretchens wertvoll sein für das Leistungsziel, das man verfolgt. Dabei muss man sein Alter, Gewicht und Geschlecht berücksichtigen.

Hinweis: Einen Fehler können Kraftsportler, die schwere Gewichte stemmen wollen, jedoch machen: Ausgiebiges Stretching vor dem Training. Denn in diesem Fall nimmt die Leistung des Muskeltonus um bis zu neun Prozent abnimmt und die Verletzungsanfälligkeit steigt.

Auch beim Stretching ist es Aufgabe eines Personal Trainers, mit dem/der Sportler:in das Beweglichkeitstraining durchzuführen, das den individuellen Charakteristika und Zielen entspricht.

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© Bojan – stock.adobe.com

Qualitätsunterschiede beim Personal Training

Ein qualifizierter Personal Trainer bringt Sportler:innen an seine persönlichen körperlichen Leistungsgrenzen. Das heißt, der oder die Trainierte kann sein individuelle Leistungspotenzial stetig entfalten und weiterentwickeln. Die Leistungsfähigkeit geht zwar nicht immer gleichmäßig und steil aufwärts. Aber in Wellen wird man langfristig stärker, ausdauernder und beweglicher.

Auch wenn ein Personal Trainer gezielt auf den Sportler:in, den/die er/sie trainieren soll, eingeht, sind die Qualitätsunterschiede groß. Denn der Fitnessmarkt ist schlecht reglementiert, sodass die Ausbildung von Fitnesstrainern oft mangelhaft ist. Unter anderem gibt es zahlreiche private Bildungsinstitute oder Fernstudien, bei denen man innerhalb von sehr kurzer Zeit zum Personal Fitness Trainer wird. Qualitätssicherung? Fehlanzeige.

 

Wie finde ich einen guten Personal Trainer?

Zu einem guten Trainer wird man durch eine Top-Ausbildung, gepaart mit jahrelanger Erfahrung in der Praxis. In einer qualitativ hochwertigen Ausbildung fließen mehrere Komponenten zusammen:

  • Kenntnisse im allgemeinmedizinischen Bereich
  • Kenntnisse aus therapeutischen Bereichen, unter anderem zu Prävention, Therapie und Rehabilitation
  • Trainingsaspekte aus den Sportwissenschaften: Eine Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Arbeiten ist wichtig, fehlt jedoch in allen privaten Ausbildungen.
  • Kenntnisse im psychologischen und mentalen Segment
  • Wissen zur Ernährung im Sport

Eine reine Ausbildung zum Fitnesstrainer ist demnach unzureichend. Eher ist die Konstellation aus verschiedenen, fundierten Trainer-Ausbildungen von klassischen Fitnessausbildungen bis hin zu athletischen, sportrelevanten Ausbildungen auf hohem Niveau Voraussetzung dafür, ein qualifizierter Personal Trainer zu werden.

Du hast Interesse an einem Personaltraining oder einer indivudellen Analyse? Dann kontaktiere mich – Ich und mein Team an erfahrenen Trainern kümmern sich um dich.

Dein Lukas Steiner

fotocredits: © Javier Sánchez Mingorance

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