Lernleben-Gesundheitsblog

Was haben Sie gestern zu Mittag gegessen? Wie hat es geschmeckt? Auf welcher Route sind Sie von A nach B gekommen? Welche Musik haben Sie gestern gehört?

Solche eigentlich einfachen Fragen sind für viele von uns nicht beantwortbar, schlicht, weil uns die Erinnerung fehlt. Die Ursache?

Mangelnde Achtsamkeit im Erleben des Augenblicks.

Wir leben geradezu in einer Blase, einer Art Scheinwelt und nehmen von uns selbst und unserer Umgebung nichts mehr wahr und haben vieles auf eine unbewusst ablaufende Ebene, eine Art Automatik eben mit reduzierter Aufmerksamkeit gelegt.

Warum eigentlich können wir uns nicht auf eine Sache bzw. auf den Augenblick konzentrieren? Stattdessen glauben wir, möglichst viele Dinge gleichzeitig erledigen zu müssen. Multitasking ist der moderne Ausdruck dafür. Keine Pausen, kein Augenblick des geistigen Ruhens und zu sich Kommens, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu erledigen sei wichtig, wird uns immer wieder eingetrichtert.

Warum eigentlich? Es funktioniert nämlich nicht wirklich.

 

Multitasking als Feind der Achtsamkeit

Ich habe eine begrenzte Kapazität an Aufmerksamkeit und was mein Hirn verarbeiten kann. Wenn diese Kapazitätsgrenze überschritten wird, fährt unser Hirn weniger wichtig erscheinende Aktivitäten herunter und schaltet gleichsam in einen Automatikmodus, in dem ich vieles nicht mehr bewusst wahrnehme.

Wenn ich mich während des Essens auch mit dem Handy beschäftige, werde ich den Geschmack der Speisen nicht mehr bewusst wahrnehmen und schaufle nur die Kalorien in mich hinein. Ich verliere den sinnlichen Eindruck, den ich gewinne, wenn ich mich voll und ganz dem Essen widme.

Wenn ich Auto fahre und gleichzeitig telefoniere oder Musik höre, wird meine Konzentration auf den Verkehr und auf die Umwelt, in der ich mich bewege, und damit meine Wahrnehmung sinken und ich werde mich später nicht mehr erinnern, durch welche Landschaft ich gefahren bin.

Erst im Augenblick der Gefahr wird wieder auf das Geschehen auf der Straße fokussiert. Und dieses Ereignis bleibt uns dann in Erinnerung.

 

Von Augenblick zu Augenblick leben

So versäumen wir einen großen Teil unseres Lebens, leben in einer virtuellen Blase. Von Augenblick zu Augenblick zu leben, wahrzunehmen, was ist, in seiner ganzen Fülle, das wäre angesagt.

Jemand hat einmal gesagt, man solle alles so tun, als ob man es zum ersten oder letzten Mal tut.

Ja, da wird dann plötzlich eine nie gekannte Intensität wahrnehmbar. Dabei geht es um eben diese Achtsamkeit im Leben. Zu erkennen, jeder Augenblick im Leben ist einmalig, ich begegne ihm gleichsam zum ersten und letzten Mal.

Versuchen Sie einmal, in dieser achtsamen Wahrnehmung zu bleiben und sich nicht mit allen möglichen Tätigkeiten von sich selbst abzulenken.

Ihr Dr. Kurt Moser

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