Lernleben-Gesundheitsblog

Kennen Sie das Märchen von Rumpelstilzchen? Eigentlich ist es gar kein Märchen, sondern eine topaktuelle Geschichte, die uns im Alltag laufend begegnet.

Was anderes als ein Rumpelstilzchen ist der cholerische Chef, der seine Mitarbeiter wegen jeder Kleinigkeit oder Nebensächlichkeiten anbrüllt und total ausrastet? Oder der Partner, der bei der geringsten Frustration tobt wie ein Wilder?

Hier geschehen Verletzungen auf der seelischen Ebene, die tief sitzen und bis zum völligen Verlust des Selbstwertgefühles führen können. Doch wie umgehen mit Rumpelstilzchen? Ja, vielleicht darf Rumpelstilzchen sich sogar so aufführen, es ist ja der Chef, oder?

Natürlich darf sich Rumpelstilzchen nicht so aufführen, tut es aber trotzdem, einfach, weil es sich selbst nicht im Griff und jede Kontrolle über sich selbst verloren hat. Es kann nämlich mit seinen eigenen, unangenehmen Gefühlen nicht umgehen und lenkt sich mit seinen Tobsuchtsanfällen von diesen unangenehmen Gefühlen ab, so dass Rumpelstilzchen diese gar nicht mehr wahrnimmt und glaubt, mit seiner Reaktion völlig im Recht zu sein.

 

Doch wie umgehen mit Rumpelstilzchen?

Es gibt nur einen erfolgversprechenden Weg. Man muss Rumpelstilzchen auf sich selbst zurückwerfen und erkennen, dass Rumpelstilzchens Reaktion nichts, aber auch gar nichts mit einem selbst zu tun hat, sondern nur mit ihm selbst. Das heißt, ich kann gelassen bleiben, muss mich auch nicht verteidigen oder kontra geben oder sonst wie in Interaktion mit ihm treten.

Immer dann, wenn Rumpelstilzchen ausrastet, lasse ich es einfach stehen und gehe wortlos, ziehe mich aus seinem unmittelbaren Aktionsradius zurück, zum Beispiel in einen anderen Raum. Eventuell kann ich auch, wenn ich genug Mut aufbringe, ruhig sagen: „In diesem Zustand ist ein Gespräch sinnlos“ und dann gehen.

Wichtig ist nur, dass Rumpelstilzchen in seinem Toben und Wüten plötzlich alleine da steht und niemand da ist, der es beachtet. Damit fehlt ihm unvermittelt seine Projektionsfläche.

Das ist für Rumpelstilzchen so unangenehm, dass es entweder sehr schnell sein Verhalten ändert oder das Weite sucht.

Ihr Kurt Moser

fotocredits: ©ArTo – stock.adobe.com

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