Lernleben-Gesundheitsblog

Im 2. Teil von „Heilende Hände“ geht es darum wie Osteopathie Kindern in Ihrer Entwicklung unterstützen kann.

Für unseren Organismus ist es wichtig, dass sich alles ungehindert bewegen kann. Also nicht nur unsere Gelenke und Muskeln, sondern auch unsere Organe und Körperflüssigkeiten (wie Blut oder Lymphflüssigkeit usw.). Ist diese Bewegungsfähigkeit gestört, können Krankheiten die Folge sein. Denn diese Bewegungseinschränkungen bedeuten, dass einzelne Bereiche des Körpers nicht ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Außerdem muss der Abtransport von Stoffwechselprodukten und CO2 gesichert sein.

 

Osteopathie: für ein harmonisches Zusammenspiel im Körper

Kommt es zu einer Störung im Transportsystem unseres Körpers, leiden diese Körperregionen und verschiedene Symptome werden sichtbar. Denn unser Körper ist abhängig von einem guten Zusammenspiel innerhalb unseres Organismus. Die Strukturen, das Gewebe, unser Nervensystem und die Körperflüssigkeiten müssen miteinander harmonieren, damit wir uns gesund fühlen. Ist, beispielsweise, der Darm in seinem Gewebe/seiner Struktur durch eine Erkrankung geschwächt, kann eine vermehrte Infektanfälligkeit folgen.

Die Osteopathie setzt sich zum Ziel, eine optimale Ver- und Entsorgung aller Strukturen mit Körperflüssigkeiten sicherzustellen und Blockaden zu lösen. Denn nur so kann unser Körper in dem Sinne funktionieren, wie wir es uns wünschen.

 

Glückliche und gesunde Kinder dank Osteopathie

Gerade auch bei Kindern ist eine osteopathische Behandlung für viele verschiedene Probleme geeignet. Somit gibt es in der Osteopathie auch die Spezialisierung auf die Kinderosteopathie.

Speziell Babys und Kinder, deren Geburt nicht komplikationslos lief und die viel schreien oder meistens unruhig sind, obwohl all ihre Grundbedürfnisse gestillt sind, können von einer osteopathischen Behandlung profitieren. Auch Frühgeborene ziehen oft einen großen Vorteil und Nutzen aus einer osteopathischen Behandlung. Bei Frühgeborenen sind die Beckenknochen in vielen Fällen noch nicht locker genug. Denn diese Lockerung geschieht erst später in der Schwangerschaft in Vorbereitung auf die Geburt. Während der Geburt kann dann der Druck auf den Beckenboden eine Störung auslösen. Diese äußert sich anschließend in verschiedenen Symptomen: wenn z.B. in den Bewegungen des Kindes etwas nicht stimmt oder eine Koordinationsstörung vorliegt. Aber auch Verdauungsprobleme wie Koliken oder Wachstumsstörungen können ein Indiz für eine Störung im kindlichen Körper sein.

Werden diese Störungen gleich am Anfang des neuen Lebens behandelt, beugt man Schwierigkeiten später im Leben vor. Die Behandlung für Babys und Kinder ist sehr sanft und achtsam sowie völlig schmerzfrei – dafür aber entspannend für die Kleinen.

Einige Störungen äußern sich für die Eltern deutlich auch erst später im Leben des Kindes, so können OsteopathInnen auch bei Konzentrationsstörungen, ADHS, ADS und Lernstörungen helfen. Genauso wie bei Atemwegserkrankungen, chronischer Mittelohrentzündung oder Kopfschmerz. Denn auch Bewegungsblockaden, die aus der Babyzeit stammen, können Kinder im Schulalter noch beeinflussen.

Hier heißt es, genau hinzuschauen und ganzheitlich auf Ursachensuche zu gehen.

 

Hilfe bei Konzentrationsstörungen

Immer mehr Kinder haben Schwierigkeiten sich länger zu konzentrieren. Konzentrationsstörungen können die verschiedensten Hintergründe haben. Es ist möglich, dass eine funktionell gestörte Wahrnehmung zugrunde liegt.

Hat das Auge beispielsweise eine kleine Bewegungseinschränkung, kann dies zu einer Unbeweglichkeit des Kopfgelenks führen. Diese oder andere Störungen, ausgelöst durch die Bewegungseinschränkung, irritieren die Nerven und die muskuläre Ansteuerung der Augen verändert sich. Und das reicht schon, um einen Text nicht richtig lesen zu können. Was sich also wie eine Konzentrationsstörung äußert, ist eventuell gar keine. Osteopathische Techniken beheben hier die Störungen und die Konzentrationsstörungen gehören endlich der Vergangenheit an.

Die Osteopathie heilt nicht, sondern unterstützt den natürlichen Selbstheilungsprozess durch die Regenerierung der Beweglichkeit und dem Lösen von Blockaden. Durch den Einsatz der Hände wird der reibungslose Ablauf unseres Flüssigkeit-Transportsystems im ganzen Körper unterstützt. Greifen alle „Zahnräder“ unseres Körpers ineinander, so geht es uns gut und wir fühlen uns wohl. Oder um es noch einmal mit den Worten von Dr. Andrew Taylor Still – dem Vater der Osteopathie – zu sagen: „Find it, fix it, leave it.“ (hier gehts zum ersten Teil des Artikels)

In Österreich wird Osteopathie zumeist von ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen mit einer umfangreichen Osteopathieausbildung ausgeübt. OsteopathInnen mit nicht-ärztlichem Grundberuf dürfen Osteopathie, aufgrund ihres Berufsgesetzes (meist Gesetz der medizinisch-technischen Dienste (MTD-Gesetz)), nach ärztlicher Zuweisung ausüben.

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