Lernleben-Gesundheitsblog

Fremde Emotionen – nein danke! Wie Abgrenzung einem Kind die Schulfreude wiederbrachte

Neulich rief mich eine aufgeregte Mutter an, deren Sohn nicht mehr in die Schule gehen wollte. Der Junge hatte keine Probleme in der Schule, kam mit den Mitschülern gut aus, und sie konnte sich auch so nicht erklären, warum er sich partout weigerte da wieder hin zu gehen. In seinem Fall war die Antwort schnell klar: er fühlte, was alle fühlen. Im wahrsten Sinne. Er hatte tatsächlich einfach die Nase voll ständig von der Langeweile, den Hormonlaunen und Ängsten der anderen Jungendlichen überschwemmt zu werden. Er war so voll dass die Nase lieft und der Bauch litt. Als er gelernt hatte wie er sich abgrenzt, war der Spuk vorbei.

Ich habe mich mit ihm hingesetzt und er schien sehr erfreut zu sein, dass es jemanden gab, der ihn nicht mit Gefühlen überschwemmte. Nach einigen Tests war klar, wo die Ursache lag. Ich habe ihm dann die Hintergründe erklärt und eine Lösung geliefert.

 

Die Hintergründe

Kinder haben Sinne, die denen einer Fledermaus gleichen. Was Kinder, und auch viele Erwachsene, wahrnehmen, sind in erster Linie Emotionen. Davor kann man sich schützen. “Wie geht das?” fragte er.

Ich antwortete: “Du bist viel mehr als ein Körper. Du bist im wesentlichen eine geballte Ansammlung an Energie, und diese Energie hat die Fähigkeit, fest, flüssig oder gasförmig zu sein.”

“Wie Wasser?”

“Genau so kannst Du Dir das vorstellen. Dein Körper ist Energie und er strahlt diese Energie auch aus. Deine Gefühle sind Energie, und Forschern in Russland ist es gelungen, diese Gefühle zu messen, sie sichtbar zu machen. Andere Forscher dagegen haben es geschafft, die Energiefelder zu fotografieren, die jeder Mensch absondert. Und da hat sich gezeigt, dass diese Energiefelder enorm groß sind. So ein Feld, das oval-rund ist, kann schon über mehrere zehn bis hundert Meter strahlen. Und Gedanken gehen wie Wellen ihren eigenen Weg durch diese Felder, hüpfen von einem Feld zum nächsten. Und die Emotionen von Dir und Deinen Mitschülern ebenfalls.”

Langsam wurde ihm bewusst, dass er in seiner Klasse in einem riesigen Orchestergraben saß. Jeder dieser Schüler spielte laute Musik und er schaffte es einfach nicht, sich in dem Lärm zu konzentrieren. Durch die lange Zeit des Homeschoolings hatte er gemerkt, wie angenehm es war, wenn Ruhe herrschte. Und zwar nicht die Ruhe, weil niemand schwätzt. Sondern die Ruhe, weil niemand denkt oder fühlt.

“Haben Erwachsene diese Fähigkeit nicht? “Doch” sagte ich. “Viele Erwachsene kennen das, vielleicht nicht so extrem wie Du, aber sie kennen das.” Nun wurde auch die Muter hellhörig. “In einem Unternehmen, in dem die Angst vor Entlassungen und Personalabbau umgeht, herrscht viel Druck. Am Abend kommt man völlig ausgelaugt nach Hause. Man ist überladen mit Ängsten und Sorgen und kennt sich gar nicht mehr.” Sie nickte stumm, und machte dabei große Augen.

 

Mangelnder Schutz

Schutzmaßnahmen gibt es viele. Ich persönlich wähle für mich eine Seifenblase aus Liebe und bitte das Göttliche um Führung und Geleit. Mit Kindern arbeite ich besondere Zaubertricks heraus, denn jedes Kind soll für sich selbst den Weg finden, der am besten zu ihm oder ihr passt. Bei Kindern funktioniert das sehr gut, bei Erwachsenen zum Teil nicht. Der Hintergrund liegt in den Blockaden, die wir mitbringen.

 

Braves Mädchen

Schutz hat sehr oft auch mit Selbstwert und Selbstachtung zu tun. Frauen tun sich dabei schwerer als Männer, wenn sie dazu erzogen wurden, brave Mädchen zu sein. Das brave Mädchen wir gelobt und geliebt. Es bekommt dann das, was es sich ersehnt: Liebe und Zuneigung. Jedes Kind will das, und jedes Kind braucht Liebe, um zu überleben und sich entwickeln zu können.

Das brave Mädchen wird schnell zum “People-Pleaser”, sie will gefallen. Dazu entwickelt sie die Fähigkeit, die feinen Antennen, die Bedürfnisse anderer wahr zu nehmen. Und taucht dabei tief in die Abgründe der Emotionen anderer Menschen.

Sich zu schützen setzt sie gleich mit Lebensgefahr. Um aus diesem Trauma heraus zu kommen, hilft es zu verstehen, dass Liebe nicht an Bedingungen geknüpft sein darf. Aber auch, dass man von der Liebe nie abgeschnitten wird. Denn Liebe gibt es in mannigfacher Form. Ebenfalls hilfreich ist es, wenn man als braves Mädchen erkennt, dass man eine erwachsene Frau ist. Standards entwickelt und eigene Maßstäbe setzt. Als Erwachsene wünscht man sich vielleicht die Liebe und Zuneigung anderer, aber man verkauft sich nicht dafür. Und man braucht sie nicht, um zu überleben.

Ich habe selber lernen müssen, Grenzen zu setzen und es hat sich gezeigt, dass jene Menschen und Leitfiguren, die ich brauchte, immer kamen. Ersatz für jene, die wegfielen, genau die warmherzigen Lehrer und Mentoren, die ich brauchte. Und die mich liebten, mit all den Mängeln, die ich so habe.

 

Unwille zur Veränderung

Manche Menschen, insbesondere wenn sie eine gute akademische Ausbildung erfahren haben, fürchten sich voll und ganz anzunehmen, was sie dazugelernt haben. Ein Mann, mit dem ich gearbeitet habe, wusste sehr viel über Energien, Energiezentren und die manipulativen Mächte, die Möglichkeiten, doch er lehnte es dennoch ab. Egal, wie viel er wahrnahm und erlebte, er wollte nicht daran glauben. Sich nicht ändern. Denn das hieße, dass seine Welt zerbricht. So glaubte er.

Erst als er erkannte, dass die Bereicherung seiner Fähigkeiten ihn zu dem Ziel führen würde, dass er immer schon angestrebt hatte, war er bereit, die Schutzmaßnahmen in den Alltag zu integrieren

 

Im Alltag

Was der Junge für sich mitnahm, ist ein Geschenk für’s Leben. Seit er weiß, wie er mit anderen umgehen kann, will er auch wieder Kontakte pflegen. Er geht wieder zur Schule und kann sich besser konzentrieren.

Ein Praxisbeispiel, bei dem Schutz sich bewährt, ist der Neid. Auch bei Jugendlichen gibt es schon viel Neid, und das ist ein großes Problem. Anzeichen für Belastung mit Neid können folgende sein:

  • nichts mag recht gelingen
  • die Schultern ziehen sich nach vor
  • man wird traurig und einsam
  • Und auch sonst gibt es noch einiges, bei dem der rechte Schutz hilfreich sein kann.

Wenn Du mehr darüber erfahren willst, besuche den nächsten Kurs (diesmal online), für Menschen ab dem 14. Lebensjahr

Samstag, 23. Jänner, 9-14 Uhr, live via Skype. Kosten 120 EUR, nur gegen Anmeldung. Ausnahmslos schriftliche Anmeldung Hier gehts zu meinem Profil.

Deine Dr. Verena Radlingmayr

fotocredits: ©altanaka – stock.adobe.com

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