Lernleben-Gesundheitsblog

Einfach locker-lecker entspannt bleiben!

Derzeit überschlagen sich die täglichen Meldungen zu den „gefährlichen Folgen ungesunder Ernährung“ im Home-Office. Die Deutschen können oder wollen nicht gesund kochen, essen zu viel böses „Junk Food“ und werden dick & fett – so die kolportierten potenziellen negativen Effekte am kulinarischen „Horror-Horizont“.

Doch worauf kommt es beim Essen in der Corona-Krise wirklich an? Ganz einfach: locker-lecker entspannt bleiben! Zu den wichtigsten Ratschlägen gehört derzeit: Lassen Sie sich vom omnipräsenten Gesundkostgeheule nicht verrückt machen. Konzentrieren Sie sich auf Ihren ganz persönlichen Ess-Alltag, denn nur der zählt – einfach, weil gilt: Es gibt erstens keine Kausalevidenz (wissenschaftliche Beweise) für gesunde Ernährung im Allgemeinen. Und zweitens gibt es so viele gesunde Ernährungen, wie es Menschen gibt, denn: Jeder Mensch is(s)t anders.

Top Ten-Tipps: Essen in der Corona-Krise

Daher sollten Sie weder auf die Myriaden selbsternannter Ernährungsgurus noch auf die offiziellen Regeln zu gesunder Ernährung hören – vertrauen Sie stattdessen auf Ihren eigenen Körper, denn nur er weiß, was gut und gesund für Sie persönlich ist. Hier daher die Tipps für selbstbestimmtes intuitives Essen mit vollem (Selbst)Vertrauen in die einzigartige Weisheit Ihres Körperunikats:

 

1.   Essen Sie nur dann, wenn Sie echten, körperlich-biologischen Hunger haben

Reizen Sie den Hunger dabei gerne auch mal aus. Denn: Je stärker der Hunger, desto besser schmeckt Ihnen das Essen, das Sie wirklich mögen. Es gibt dabei keine richtigen und falschen Uhrzeiten beim Essen.

 

2.   Essen Sie nur das, worauf sie Lust haben und was Ihnen gut schmeckt.

Genau das.

 

3.   Achtsam in den Körper hineinspüren

Fühlen Sie gute Verträglichkeit & Bekömmlichkeit (das A&O guter Ernährung) und achten Sie darauf.

Sehr wichtig: Nur Nahrung, die Sie gut vertragen, also die Ihr Magen-Darm-Trakt gut verdauen kann, ist gesunde Nahrung für Sie! Wenn Ihnen beispielsweise nach dem Verzehr von Vollkornbrot und Rohkost der Bauch anschwillt, Sie fiese Flatulenzen (Blähungen), Krämpfe und Schmerzen bekommen, dann ist der hohe Ballaststoffgehalt für Ihr Verdauungssystem einfach zu viel „des Guten“. Daher sollte ein Ballast-Overload tunlichst vermieden werden – auch wenn Sie im Home-Office der heißen Luft im Darm eher freie Fahrt gönnen können als im (Großraum)Büro …

 

4. Lernen Sie, wieder (richtig wohltuend) satt zu sein.

Essen Sie also genug, bis Sie satt sind – und nicht dauerhaft zu wenig (denn damit „züchten“ Sie sich Heißhungerattacken heran!).

 

5. Lassen Sie sich nicht zu stark ablenken, der Fokus liegt auf dem was sie gerade machen

Genussvoll essen, keine Ablenkung durch Handys oder Fernseher.

 

6. Hören Sie dabei in sich hinein…

…und lassen Sie dem genussvollen „Stöhnen aus der Tiefe des Bauches“ freien Lauf. Denn: Sie sind zu Hause! Und den Essensgenuss frei von Zwängen zu zelebrieren, das können Sie nur im Home-Office, nicht aber in der Kantine oder im Büro. Ergo: Big Advantage of Home-Office!

7. Keine Lebensmittel sind verboten.

Alles ist erlaubt. Es gibt weder gesunde oder ungesunde noch gute oder böse Lebensmittel [1].

 

8. Inspirieren Sie sich an unbekannten Genüssen und probieren Sie stets Neues

Erkunden Sie das gesamte Spektrum verfügbarer Lebensmittel. Lernen Sie die ganze Geschmacksvielfalt natürlicher Lebensmittel kennen.

 

9. Erleben Sie Lebensmittel mit allen Ihren Sinnen

Rriechen, schmecken, tasten, fühlen. Auch beim Vor- und Zubereiten gilt: Je mehr Eigeninitiative, desto mehr „Verbindung“ entsteht zwischen Ihnen und Ihrer Mahlzeit. In diesem Sinne: DIY !

10. Kaufen Sie nur Lebensmittel ein, die Sie wirklich essen wollen

…und nicht die vermeintlich gesunden, bei denen Sie denken, sie essen zu müssen. Denn die fliegen häufig in den Müll, nachdem sie zu Hause vergammelt sind, weil sie niemand mochte.

 

Diese 10 Tipps sind nicht nur für die Krise, sondern eigentlich auch für den normalen Alltag – aber jetzt wäre es an der Zeit sich darüber mal Gedanken zu machen.

Ihr Uwe Knop

Es gibt keine gesunden oder ungesunden Lebensmittel !
[1] Essenzielles Esswissen: „Die Einteilung in gesunde und ungesunde Lebensmittel ist wissenschaftlich veraltetet und nicht mehr haltbar!“ So lautet der Konsens der 7 großen ernährungswissenschaftlichen D-A-CH-Institutionen zur „Einteilung in gesunde und ungesunde Lebensmittel“ – die Einzelstatements von DGE (D), SGE (CH), ÖGE (A), DIfE (D), BZfE (D) sowie VDOE (D) und VEÖ (A) sind nicht nur für „Gesundesser“ überraschend einstimmig … Sie finden sie hier.

fotocredit: ©weyo – stock.adobe.com

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