Lernleben-Gesundheitsblog

Rund um die Verarbeitung von Lebensmitteln ranken sich viele Mythen. Befeuert durch die Debatte über industrielle Praktiken, die für den Kosumenten unsichtbar bleiben. Lebensmittelskandale in Fabriken oder Kantinen erhöhen das Misstrauen. In machen Bereichen ist die auch Vorsicht berechtigt. Wie immer mischen sich aber dann Wahrheit und Fiktion, die im Sog sozialer Medien ihre Verbreitung finden. Auch hier bleibt wiederum die Erkenntnis, dass es durch Wiederholung nicht wahr wird. Hier habe ich 7 Mythen aufgelistet, die mit Zubereitung und Kochen zu tun haben. Diese und noch mehr habe ich in meinem Buch „Der Körpernavigator zusammengetragen.

 

1. Konservierungsstoffe sind krebserregend

Alles, was sie im Supermarkt kaufen können, ist unbedenklich – egal, ob mit oder ohne Konservierungsstoffe, denn für diese Stoffe ist kein Krebsrisiko belegt. Je mehr Lebensmittel verarbeitet sind, umso mehr Stoffe werden dazu benötigt. Wollen sie diese vermeiden, dann kochen sie mehr selber.

 

2. Aufgewärmte Pilzgerichte oder Spinat sind giftig

Das ist einem übervorsichtigen Hygienegedanken aus „alten Zeiten“ geschuldet. Es ist wichtig, das Gericht richtig durchzuerhitzen. Aber ein Hochgenuss sind aufgewärmte Pilzgerichte vielleicht nicht mehr.

 

3. Zerkratze Teflonpfannen sind krebserregend

Wenn jede leicht zerkratzte Pfanne in den Müll fliegt, dann freut sich nur die Industrie. Gefährlich ist das nicht, außer ich esse gleich den ganzen Teflonbelag mit.

 

4. Aufgetautes darf nicht wieder eingefroren werden

Schädlich ist es nicht. Das Essen schaut nur nach  einem neuerlichen Auftauen einfach nicht mehr besonders gut aus.

 

5. Essen aus der Mikrowelle ist schädlich

Nein, definitiv nicht. Die Mikrowellen bringen die in den Lebensmitteln enthaltenen Wassermoleküle gleichmäßig zum Schwingen. Nur durch diese „Reibung“ der Wassermoleküle entsteht Wärme. Dabei bilden sich keine schädlichen Stoffe.

 

6. Frischgemüse ist besser als Tiefkühlkost

Je älter das Gemüse wird, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe gehen verloren. Beim gefrorenen Gemüse bleiben sie erhalten. Der Vorteil von Tiefkühlkost: Man hat immer frisches Gemüse zu Hause – und es verdirbt nicht. Frischgemüse auch bitte vor dem Schneiden waschen, da sonst zu viele Nährstoffe verloren gehen.

 

7. Gegrilltes ist äußerst krebserregend

Tatsächlich entstehen einige schädliche Stoffe, wenn Fleisch und Bratwurst zu sehr bräunen oder ihr Saft in die Glut tropft. Aber es kommt dabei immer auf die Menge und die Intensität an, in der man Gegrilltes zu sich nimmt. Beweise, dass gelegentliches Grillen im Sommer das Krebsrisiko erhöht liegen nicht vor. Auch die Beweislast der Schädlichkeit von Acrylamid ist sehr dünn.

 

Rund um das Thema Gesundheit und Ernährung helfen nicht alleine ein paar wenige Lebensmittel – hierzu ist eine dauerhafte Veränderung von Gewohnheiten notwendig.

Hierzu gibt es professionelle Begleiter in Form von Ernährungsexperten, die sie dabei unterstützen können – zu allererst aber hören sie auf ihren Körper, denn nur er weiß was er braucht.

Warum diesen Empfehlungen der Beweis (Evidenz) fehlt kannst du hier nachlesen.

Infos zu mir und meinen Vorträgen findest du hier,

Uwe Knop

(c) fotocredits © chayathon2000 – stock.adobe.com

Kostenlose Gesundheitstipps

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und erhalten Sie jede Woche kostenlose Gesundheitstipps.

Sie erhalten in Kürze eine E-Mail von uns! Bitte bestätigen Sie diese um sich für unseren Newsletter anzumelden!