Lernleben-Gesundheitsblog

Die Diät ist wohl eines der am meist missverstandenen Begriffe, wenn es rund um das Thema Ernährung und Gesundheit geht. Ursprünglich kommt Diät aus dem altgriechisch und wurden ursprünglich im Sinne von „Lebensführung oder Lebensweise“ verstanden und verwendet. Heute ist es so, dass die Idee einer Diät grundsätzlich mit einem Krankheitszustand in Verbindung steht.

In unserer schnelllebigen Zeit wird Diät mit allen möglichen „gesunden Ernährungsformen“ in Verbindung gebracht. Paleo-Diät, Low-Carb-Diät, Eiweiß-Diät, 16:8 Diät, u.v.m…

Nahezu monatlich kommen neue Diäten auf, die schnelles Abnehmen in möglichst kurzer Zeit versprechen. Weil wir es möglichst schnell, und möglichst unkompliziert brauchen.

Das was wir uns jahrelang zugeführt haben, sollte nun dezent in wenigen Wochen wieder abgebaut werden, um dem möglichen Ideal einer Sommerfigur zu entsprechen.

Wenn du dich nun entscheidest eine Diät zu beginnen, solltest du dir folgende Fragen stellen:

 

1. Ein paar Kilos in 4 Wochen verlieren oder dauerhafte Veränderung der Lebensweise?

Wenn du in ein paar Wochen ein paar Kilos verlieren möchtest, dann gibt es unzählige Methoden. Problem ist, dass diese meist nicht zum gewünschten Ziel – einer dauerhaften Gewichtssenkung führen. Hier trickst dich dein Körper und die Evolution immer wieder aus. Einfach ausgedrückt, du erliegst dem JoJo-Effekt: So wie das Gewicht geht, so kommt es auch wieder.

Oft passiert es sogar, dass wir durch das Verzichten während einer Diät dann die Belohnung sehr großzügig ausfällt und damit das Gewicht von vorher schnell wieder auf unseren Hüften landet. Oft sogar mehr als vorher. Auch der Stoffwechsel registriert dies und merkt es sich für das nächste Mal. So landen viele in einem Teufelskreis, aus dem sie selber nicht mehr entkommen können.

Um eine dauerhafte Ernährungsumstellung und eine nachhaltige Gewichtsreduktion zu erreichen bedarf es meist tiefgreifender Veränderungen von Gewohnheiten und mitunter auch Lebensumständen.

 

2. Wie oft hast du schon teure Produkte ausprobiert und bist gescheitert?

Die gute Nachricht – es liegt nicht alleine nur an dir. Einen Großteil wird durch Genetik und unseren Stoffwechsel bestimmt. Die Gene lassen sich nicht verändern, aber den Stoffwechsel kann man langfristig beeinflussen. Hier helfen aber keine teuren Produkte, sondern individuelle Veränderungen im Lebenswandel. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die man beachten oder verändern kann.

Produkte nehmen uns Verantwortung ab, sie sollen uns entlasten. Doch dieser Schein trügt. Auch sie tricksen uns aus. Egal ob Shakes oder Schlankheitspillen – sie alle dienen nur einem Zweck.

Der Gewinnmaximierung der produzierenden Unternehmen – Sie verdienen mit unserem dauerhaften Scheitern und unserem schlechten Gewissen.

 

3. Kennst du eigentlich deinen Grundumsatz und deine Leistungsumsatz?

Die einfachste Methode Gewicht zu reduzieren ist es dir weniger zuzuführen, als du verbrauchst. Dafür musst du dich mit „Grundumsatz“ und „Leistungsumsatz“ beschäftigten.

Grundumsatz: Unser Körper braucht für die Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen Funktionen Energie – aber wieviel?

Leistungsumsatz: Wieviel Leistung, beruflich oder sportlich verbrauche ich an wie vielen Tagen in der Woche?

Ein weiterer Faktor sind die vielfältigen Formen an „Stress“, denen wir ausgesetzt sind. Stress hat einen großen Einfluss auf unser Körpergewicht, weil hier viele Hormone daran beteiligt sind. Manche Menschen nehmen bei Stress zu, andere ab. Das hat nicht nur mit der Zufuhr von Nahrung zu tun, sondern auch mit der Ausschüttung von Stresshormonen.

 

4. Bist du ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt?

Bei den bekannten Diäten oder Ernährungformen (Paleodiät, Low-Carb-Diät, etc…), vor allem wenn sie für einen längeren Zeitraum angelegt sind, kann es zu einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kommen. Fast alle Intentionen dies zu vermeiden scheitern daran, dass man als Laie darüber nicht Bescheid weiß. Oft wird hier einfach mit Nahrungsergänzungen geholfen, ohne wirklich über die Wirkungen informiert zu sein. Und eine Verpackung alleine klärt nicht auf. Auch hier gibt es mit der Industrie nur einen wirklichen Gewinner.

5. Ist Fett für dich tabu?

In nahezu allen Diäten spielt die Zufuhr von Kalorien (kcal) eine große Rolle. Statt sich mit der Zusammensetzung zu beschäftigen, wird Fett schnell zum Schuldigen gemacht.

1g Fett = 9 kcal, 1g Kohlenhydrate = 4 kcal, 1g Eiweiß = 4 kcal

Fette – in vielen Diäten sind sie strikt tabu. Unser Gehirn besteht zu 60% aus Fett, wenn man den Wasseranteil herausrechnet. Und rund 1/3 unsere Gehirnfettes macht die Omega-3-Fettsäure DHA aus. Jeder Mensch braucht für ein gut funktionierendes Hirn DHA.

Während einer Diät kommt es häufig zu Zuständen von Müdigkeit, Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, Kopfschmerzen u.v.m… Fehlt DHA, dann „liegen unsere Nerven blank“ – und die Leistung ist eingeschränkt.

Wie du diese und noch mehr Fragen für dich einfach beantworten kannst, erfährst du in meinem Kurs 99 Dinge, die du über Ernährung wissen musst

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Deine
Ruth Marignoni

Fotocredits: © pathdoc – stock.adobe.com

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