Lernleben-Gesundheitsblog

Miteinander reden ist oft gar nicht so leicht. Aber man kann es lernen. Ich möchte dir 3 „Regeln“ näherbringen, die dabei helfen, gehört und verstanden zu werden.

Was du unternehmen kannst, und wie wir dich dabei mit unserer „Liebeskultur“ unterstützen können, bevor es zur Paarberatung geht, möchte dir dieser Text näherbringen.

 

Unterhaltung bis ins Alter

„Man soll sich beim Eingehen einer Ehe die Frage vorlegen: glaubst du, dich mit diesem Menschen bis ins Alter hinein gut zu unterhalten?“, meinte der Philosoph Friedrich Nietzsche, denn „alles andere in der Ehe ist vergänglich, aber die meiste Zeit des Verkehrs gehört dem Gespräche an.“

Die menschliche Sprache hat ihre Tücken. Wir reden aneinander vorbei, es entstehen Missverständnisse, harmlose Worte lösen Wut und Trauer aus. Wir zer-reden unsere Probleme und finden keine Lösungen mehr. Im Extremfall passiert das genaue Gegenteil der guten philosophischen Ratschläge: anstatt das Miteinander-Reden zu kultivieren, hören wir zu reden auf – enttäuscht und frustriert. Dann gehen die Innigkeit und das Begehren verloren.

Die Ehe droht, mit zunehmendem Alter zu einem schweigsamen Ort zu werden.

 

Kommunikaton und Emotion

„Es liegt auch daran, dass sich ins Reden viele Emotionen einmischen“, sagt Veronika Lamprecht, die gemeinsam mit mir die Initiative „Liebeskultur“ gegründet hat, „und das ist uns nicht einmal bewusst.“ Emotionen sind aufgestaute Gefühle, die plötzlich hochbrodeln. Das passiert oft selbst für den Sprecher ganz überraschend.

Im Zuge der Liebeskultur-Initiative geht es vor allem um’s Reden. „Miteinander reden ist ein Aphrodisiakum“, finden wir, „wir tauschen Informationen aus, treffen Vereinbarungen, teilen dem anderen Wünsche und Zärtlichkeiten mit. Die Partnerschaft braucht das Gespräch. Das ist etwas sehr Inniges.“

 

Miteinander Reden kann man lernen

„Wirklich miteinander Reden kann man lernen“, sagt Veronika, „es ist gar nicht schwierig.“ Veronika und ich zeigen eine einfache Redetechnik. „Man muss nur ein paar Regeln beachten“. Die erste und wichtigste ist es, nicht einfach drauflos zu reden, womöglich zwischen Tür und Angel. Wenn es wirklich um etwas geht, muss man sich auch Zeit nehmen. Immerhin will man ja gehört und verstanden werden. Also wird von den Eheleuten ein Redetermin vereinbart und der sollte auch für zumindest eine Stunde anberaumt werden. Die Eheleute sollten ein Thema festlegen und dann auch dabei bleiben.

Abschweifen, lange Monologe halten, oder Verurteilungen aussprechen ist verboten. Die große Chance dabei ist, sich in dieser speziellen Gesprächssituation mit allen Gefühlen und aller Verletzlichkeit zeigen zu können. Das ist etwas, was im normalen Alltagsgespräch nicht möglich ist. Damit das gelingt, braucht es einen sicheren Rahmen. „Wichtig ist ein klarer Anfang und ein klares Ende des Gesprächs“, betont Lamprecht, und dazu gibt es einfache rituelle Mittel, zum Beispiel das gemeinsame Entzünden einer Kerze und nach der Besprechung wird diese Kerze auch gemeinsam ausgeblasen.

„Die Methode wirkt Wunder“, sagt Lamprecht, „wir hatten eine Paar bei uns, die wollten sich scheiden lassen. Wir haben ihnen diese andere Art des Redens gezeigt und gemeinsam geübt. Binnen eines Tages hatten die alle Streitpunkte bereinigt. So viele Jahre Missverständnisse waren plötzlich wie weggeblasen.“

Die Ehe ist ein langes Gespräch“, meinte Nietzsche und daher sollte man wissen, wie das geht. Das hilft übrigens auch bei Gesprächen zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Freunden.

Haben wir dein Interesse an „Liebeskultur“ geweckt? Schlummern in deiner Beziehung ähnliche Probleme?

Dann tritt mit uns in Kontakt – für ein unverbindliches Gespräch

Harald & Veronika

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